Donnerstag, 9. Juli 2009
Mittwoch, 8. Juli 2009
Montag, 29. Juni 2009
Dienstag, 16. Juni 2009
Mittwoch, 10. Juni 2009
Donnerstag, 21. Mai 2009
Montag, 18. Mai 2009
Montag, 11. Mai 2009
Donnerstag, 7. Mai 2009
Mittwoch, 6. Mai 2009
Dienstag, 28. April 2009
Freitag, 24. April 2009
Montag, 13. April 2009
Freitag, 10. April 2009
Donnerstag, 9. April 2009
Montag, 6. April 2009
Sonntag, 29. Mrz 2009
Freitag, 13. Mrz 2009
Donnerstag, 12. Mrz 2009
Sonntag, 8. Mrz 2009
Freitag, 6. Mrz 2009
Mittwoch, 25. Februar 2009
Donnerstag, 19. Februar 2009
Dienstag, 17. Februar 2009
Montag, 16. Februar 2009
Donnerstag, 12. Februar 2009
Montag, 9. Februar 2009
Sonntag, 8. Februar 2009
Dienstag, 3. Februar 2009
Donnerstag, 29. Januar 2009
Donnerstag, 10. Juli 2008
Dienstag, 1. Juli 2008
Montag, 30. Juni 2008
Montag, 23. Juni 2008
Dienstag, 17. Juni 2008
Montag, 16. Juni 2008
Mittwoch, 11. Juni 2008
Montag, 9. Juni 2008
Freitag, 22. Februar 2008
Sonntag, 3. Februar 2008
Unsere Parteisekretärin von der Bezirkspartei SP Winterthur kandidiert als Richterin für das Bezirksgericht Andelfingen. Damit haben die Stimmberechtigten am 24. Februar 2008 eine echte Auswahl, und müssen sich nicht mit einer stillen Wahl begnügen. Vermutlich haben die etablierten Kandidierenden der SVP und Co. gedacht, sie könnten im Schlafwagen ans Gericht ... doch nix ist.
Mehr Infos über Eveline und ihre Kandidatur für das Bezirksgericht Andelfingen findet sich auch auf der Website der SP Weinland.
Mittwoch, 23. Januar 2008
Freitag, 4. Januar 2008
Dienstag, 1. Januar 2008
Sonntag, 30. Dezember 2007
Freitag, 28. Dezember 2007
Samstag, 15. Dezember 2007
Freitag, 14. Dezember 2007
Donnerstag, 13. Dezember 2007
Mittwoch, 12. Dezember 2007
Mittwoch, 7. November 2007
Donnerstag, 1. November 2007
Sonntag, 21. Oktober 2007
Nutzen wir die 'tote Zeit', um einige grundsätzliche Überlegungen zur Wahl und Kandidaturen, Parteien und Profilen zu machen. Heute Vormittag habe ich das Essay von Kurt Imhof im Magazin gelesen: "Wer ist Bürgerlich - Warnung! Nach dieser Lektion könnten Bürgerliche merken, dass sie Unbürgerliche gewählt haben. Und umgekehrt. ... lesenwert. Die These, dass Sozialdemokraten heute bürgerlich sind und die SVP nicht mehr ist spannend. (Dass die SVP nicht bürgerfreundlich ist, hatten wir ja bereits erörtert).
Dass Smartvote eine gute Sache ist, wurde immer wieder geschrieben. Was allerdings noch fehlt, ist eine History Funktion, d.h. eine Vergleichsmöglichkeit des Profils von gestern und heute. Ich hatte seinerzeit, vor der Gemeinderatswahl in Winterthur mein Smartvote Profil hier im Blog abgespeichert:
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Smartvote Profil Fredy Künzler November 2005
im Vergleich dazu mein aktuelles Profil vom September 2007:
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Bevor mir jemand jetzt einen "Rechtsruck" vorwirft, hier noch der Vergleich mit meinen
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Samstag, 20. Oktober 2007
Montag, 17. September 2007
Tages-Anzeiger: Wird Christoph Blocher bestätigt werden?
Darbellay: Sicher mit den Stimmen von SVP und FDP.
Die genügen aber nicht.
Es wird auch von anderen Parteien ein paar Stimmen geben. Blocher wird mit Sicherheit wieder gewählt.
Werden Sie die CVP-Parlamentarier dazu aufrufen, Blocher nicht zu wählen?
Sicher nicht. In unserer Partei können die Leute noch demokratisch und frei denken.
Sie selber hatten aber als frisch gekürter Parteipräsident gesagt, man dürfe Blocher nicht mehr wählen, weil er zugleich in der Regierung und in der Opposition sei.
Das gilt für mich immer noch. Ich werde Blocher sicher nicht wählen, weil er drei für das Exekutivamt wichtige Werte verletzt: Gewaltenteilung, Kollegialität und Stil. Ich führe aber keinen Anti-Blocher-Wahlkampf.
Und die Lehre daraus: Wer Blocher nicht mehr im Bundesrat will, muss SP wählen! Die SP-Fraktion hat seinerzeit Blocher nicht gewählt, und wird ihn wieder nicht wählen.
Samstag, 15. September 2007
Sonntag, 9. September 2007
... kein Kommentar.
Freitag, 24. August 2007
Donnerstag, 9. August 2007
Samstag, 7. Juli 2007
1.16 Millonen pro Jahr - mit etwas Geschick und Cleverness könnte man diese Kosten massiv reduzieren. Ohne die Verträge im Detail zu kennen bin ich überzeugt, dass man locker 30 bis 40% Preisnachlass verhandeln könnte. Leider fehlt das nicht gesparte Geld bei der Kultur - der Gemeinderat gedenkt nämlich nächsten Montag wieder mal am falschen Ort zu sparen.
Freitag, 29. Juni 2007
Donnerstag, 28. Juni 2007
Mittwoch, 27. Juni 2007
Dienstag, 26. Juni 2007
Montag, 25. Juni 2007
Donnerstag, 21. Juni 2007
Mittwoch, 20. Juni 2007
Montag, 18. Juni 2007
Sonntag, 17. Juni 2007
Mittwoch, 13. Juni 2007
Dienstag, 5. Juni 2007
Dienstag, 29. Mai 2007
Dienstag, 22. Mai 2007
Montag, 14. Mai 2007
Samstag, 5. Mai 2007
Dienstag, 1. Mai 2007
Freitag, 27. April 2007
Die IT-Fachzeitschrift InfoWeek (...) rüstet sich für die Zukunft: Urs Bertschy, langjähriger Partner der Compress, übergibt per 1. Mai die InfoWeek-Chefredaktion an Marc von Ah, der bisher als stellvertretender Chefredaktor tätig war.
Mittwoch, 25. April 2007
Montag, 23. April 2007
Halong Bay ist oestlich von der Hauptstadt Hanoi und ein Kuestenabschnitt mit vielen kleinen Inseln. Die Sage behauptet, dass vor Urzeiten ein Drache mit seinem Schwanz diese Bay geschaffen haette, als er von den Bergen ins Meer hinunterflog - oder so aehnlich. [image removed] Jedenfalls erinnert die Landschaft und auch die vielen Holzschiffe sehr an eine Landschaft aus dem Strategiespiel "Age of Empire". Uebernachtet hatte meine Gruppe auf einer der Inseln mit Bungalows. Leider war der Strand sehr steinig dort, es war also nichts mit baden, und auch das Wetter spielte am zweiten Tag nicht wirklich mit, Nebel truebte die Sicht ziemlich stark.
Gestern und heute nun war ich in den Bergen. Sapa ist das Zentrum, viele Touristen treffen sich da. Man kann wunderbar hiken - und mein Guide brachte mich zu einer Tay Familie zur Uebernachtung. Das ganze nennt sich "Homestay" und ist unbedingt zu empfehlen! Etwa 3 Stunden Hike (mit Pausen etwa 6 - mein Guide brauchte eine Pause ...), super Food, natuerlich orignal vietnamesisch, Dusche im Handbetrieb (Kessel Wasser ueber den Kopf) und 10 kleine Glaeschen Reiswein brachte es mit sich, dass ich bereits kurz vor 9 Uhr in der Klappe war. Zu meiner Rechtfertigung muss ich wohl noch anfuegen, dass die Temperatur ziemlich Hike-unfreundlich war.
Heute morgen nach einem Bad im Pool, der von heissen Quellen gespiesen wird, einem Pancake Fruestueck, einer Stunde den Berg raufschwitzen, Noodlesoup und einem Wasserbueffel-Taxi (Toefftaxi) zurueck nach Sapa (16km) hat es mich gepackt. Selber fahren (mit Helm natuerlich, auch wenn man ein Exot ist)! Fuer 50000 Dong (3 Dollar) habe ich einen 50ccm gemietet - mit leerem Tank. Der Most kostete dann nochmal 30000 Dong.
Der Goeppel brachte mich auf 2000m zum Tramton Pass, auf einer Bergstrasse ala Schweizer Alpen, allerdings immer wieder mit Schlagloechern und Kies-Stellen. Von dort aus koennte man in ca. 5h auf den Fansipan laufen (3134m, ca. 12km Distanz), den hoechsten Berg Vietnams. Der Rekord sei angeblich 1h50min, die meisten machen es in zwei oder drei Tagen. Hin und zurueck sind es wohl 9h.
Jetzt bin ich frisch geduscht und warte auf den Bus, der mich zurueck nach Lao Cai bringt. Dort wartet der Nachtzug nach Hanoi.
Freitag, 13. April 2007
Freitag, 30. Mrz 2007
Donnerstag, 29. Mrz 2007
Dienstag, 20. Mrz 2007
Montag, 19. Mrz 2007
Second Life ist somit die letzte Bastion des 20-ten Jahrhunderts. Ein Asyl für Ewiggestrige und Veränderungsverweigerer. Die Zukunft sieht anders aus.
Besser kann man es nicht sagen.
Dienstag, 13. Mrz 2007
Sonntag, 4. Mrz 2007
Sie+Er hat sich dem Thema AKW angenommen und zu einem Beitrag von Gehard Schröder die Stimmen der "führenden" Schweizer Politiker eingeholt. Sehr hübsch geworden, wenn man mal die Voten der Schweizer Politiker ausblendet, die teilweise an Naivität nicht zu überbieten sind.
So sagt beispielsweise Ueli Maurer, Chef der SVP, zur Sicherheitsfrage:
AKWs der neusten Generation können problemlos betrieben werden. Die Schweiz mit Tschernobyl zu vergleichen ist verantwortungslos.
Das ist genau diese Ignoranz, die ich bereits in meinem letzten Beitrag zum Thema gegeisselt habe. Es ist zwar so, dass sich mit Tschernobyl und Kyschtym die beiden schlimmsten Unfälle der Geschichte in der Sovjetunion zugetragen haben, doch sind wir hier im Westen nur unwesentlich besser. Man denke an Three Mile Island (USA, INES 5), Windscale/Sellafield (GB, INES 5, INES 4) oder Tökai-mura (Japan, INES 5). Dass in Forsmark ein GAU verhindert wurde, ist einem einzelnen Mitarbeiter zu verdanken, der sich über die Vorschriften hinweggesetzt hat, wie dem deutschen Technology Review zu entnehmen ist. (taz: "Nur wenige Minuten vor dem GAU").
Selbst in der Schweiz haben wir es bereits zur einer partiellen Kernschmelze in Lucens gebracht. Das AKW Mühleberg soll bereits in den 80er Jahren so viel Radioaktivität freigesetzt haben wie durch Tschernobyl in der Schweiz gelandet ist. Leibstadt produziert Störfälle am laufenden Band, nur leider habe ich noch keine einigermassen unabhängige Liste gefunden. Im Angesicht solcher Umstände es "verantwortungslos" zu nennen, die Schweiz mit Tschernobly zu vergleichen, das nenne ich verantwortungslos!
Genauso lustig ist die Aussage, wieder von Herrn Maurer, Atomkraft sei günstig:
Atomkraft ist im Gegenteil günstig und produziert kein Co2.
Natürlich ist sie günstig, wenn man ein Atomkraftwerk nicht versichern muss, da es unbezahlbar ist. Und natürlich ist es günstig, wenn man bei der Sicherheit schlampt, wie die Zeit berichtet:
Höglund [Chef-Konstrukteur von Forsmark] sieht sich nicht als Atomkraftgegner. Er kritisiert allerdings, im Zeichen der Profitmaximierung würden zunehmend die Sicherheitsstandards heruntergefahren. Schon der Beginn der Probleme in Forsmark spreche dafür: »Warum lässt man heute Wartungsarbeiten am Stromnetz bei laufendem Reaktorbetrieb durchführen? Damit man bloà kein Geld durch Stillstand verliert!«
Da hilft auch Blauäugigkeit à la Christophe Darbellay (Chef CVP) nicht:
Darum haben wir hohe Sicherheitsstandards, die laufend verbessert werden.
Darum haben wir auch eines der ältesten AKWs weltweit noch heute im Betrieb (Beznau). Und wenn er von Sicherheitsstandards spricht, wie diejenigen, die in Forsmark erst mal übertreten werden mussten, um den GAU zu verhindern, dann gute Nacht. Genauso frage ich mich, ob Sätze wie der hier noch so klingen, wenn ihm die Spaltprodukte aus kanadischem Uran um die Ohren fliegen:
Das Gas für Gaskombiwerke kommt aus Russland. Kanadisches Uranium ist sicherer.
Genauso schlimm ist Fulvio Pelli, der dem Profil seiner Partei entsprechend, nachplappert, was seine Nachbarn rechts und links bereits von sich gegeben haben.
P.S: Uran ist sehr wohl endlich. Ich freue mich schon darauf, wenn in 50 Jahren nach Brutreaktoren verlangt wird.
Mittwoch, 28. Februar 2007
Montag, 26. Februar 2007
Oh Wunder: Cablecom will auf einmal nichts mehr vom "reziproken Mehrwert" oder "Kohle fürs gemeinsame Geldsparen" wissen. Auf gut Deutsch: Es wird wieder gepeert.
cablecom und UPC bauen die Peerings mit den lokalen Internet Service Providern in der Schweiz aus. Die Kunden profitieren von tiefen Latenzzeiten durch die lokale Verarbeitung des Schweizer Datenverkehrs und hoher Konnektivität infolge Anbindung an einen der weltweit grössten Internet Provider.
Hoho. Kann ich endlich wieder Zattoo gucken. Sehr hübsch verklausuliert werden die Beweggründe geschildert, um nicht einfach zugeben zu müssen, dass man's versaut hat:
Die Integration von cablecom in die Netzwerkstrukturen von UPC Broadband führte im Herbst 2006 zu veränderten Peeringverhältnissen und einer neuen Peering Policy (paid peering). Nach dem erfolgreichen Abschluss der Integration wird nun die lokale Konnektivität erweitert und optimiert. Die angepasste, lokale Peering Policy nimmt Rücksicht auf die spezifischen Anforderungen des Schweizer Marktes. Sie erlaubt kleinen und mittelgrossen Internet Service Providern (ISP) ein direktes, kostenloses Peering mit cablecom/UPC.
Lassen wir Smokeping mal an und schauen, wie in den nächsten Tagen die Latenzen sinken.
[Update @ 28. Feb., 12 Uhr] Das ging ja fix. Die ersten Latenzen stürzen in die Tiefe. 15 ms nach Init7 statt ~ 115 ms. Bildchen gibt's morgen oder so, wenn man's besser sieht.
Im Moment brennt offenbar wieder alles auf neue AKWs. Schon ab 2017 soll es ans Netz gehen.
Atomkraftwerke zu fordern, ist relativ leicht. Man muss sie nicht versichern, weil es unbezahlbar wäre. Die Frage des Mülls kann problemlos ausgeblendet werden, weil er nicht am Strassenrand liegt. Und die Möglichkeit eines Unfalls wird einfach weggewischt. Ist ja auch einfach, weil die Leute nur Tschernobyl kennen. Und in Tschernobyl waren Sowjets am Werk. Sagt im Prinzip ja alles. Den letzten Wiederspruch kann man aus dem Weg räumen, wenn man auf die Problematik von Alternativen hinweist: Wasserkraft wird weniger und ist auch nicht so grün, wie alle behaupten, Gaskraftwerke produzieren CO2 und die Sonne brennt auch nicht immer vom Himmel, wie uns Köbi Atomstrom erzählt hat. Atomstrom aus dem Ausland zu beziehen ist sowieso kein Weg und flackerndes Licht à la Kalifornien will auch niemand. Also her mit den AKWs!
In der Tat ist das Hinstellen eines AKWs ein sehr bequemer weg. Man kann einfach so weitermachen, wie bisher und sich an der Abwärme von Glühbirnen erfreuen. Und das Risiko ist in der Tat gering. Denn der Unfall von Tschernobyl (Dokumentarfilm) wird bei dieser Diskussion fast zu viel strapaziert, gibt es dabei doch einige Komponenten, die ihn für heutige Atomkraftwerke nicht ganz repräsentativ machen. Wird ein Atomkraftwerk korrekt konstruiert und richtig betrieben, ist das Risiko für einen Unfall klein. Und die Auswirkungen einer Kernschmelze vielleicht kleiner als bei Tschernobyl. Aber der Betrieb eines Atomkraftwerks gleicht noch immer dem Ritt auf einer Kanonenkugel.
Wenn man sich die Konstruktionsbeschreibungen der verschiedenen Reaktortypen bei Wikipedia durchliest, ist auch für Laien erkennbar, dass sie alle ihre Schwachstellen haben. Das heisst, sie können alle im Worst Case schmelzen (Tschernobyl), egal ob es sich um Leichtwasser- oder Schwerwasserreaktor, Siedewasser- oder Druckwasserreaktor handelt. Selbst der relativ sichere Hochtemperaturreaktor, der – sofern ich das richtig sehe – nicht schmelzen kann, kann noch immer in Brand geraten.
Man weiss glücklicherweise mittlerweile relativ viel, um solche Konstruktionsprobleme zu kontrollieren. Dass man die Kontrolle verliert, ist aber nicht ausgeschlossen. Dies zeigt die Liste von Unfällen in kerntechnischen Anlagen in Wikipedia, in der die Schlamperei von Forsmark sogar noch fehlt.
Anhand derartiger Vorkommnisse von sauberem Atomstrom und der besten Lösung für uns alle zu sprechen, zeugt von blanker Ignoranz der Geschichte. Und unglaublicher Bequemlichkeit, bei der man mutwillig in Kauf nimmt, dass aus dem Kanton Aargau ein Nationalpark wird. Wie der blanke Hohn wirkt dabei, dass man sich in Basel gleichzeitig darum sorgt, dass die Erde wegen ihres Geothermie-Projekts etwas bebt. Als wäre Strahlenkrankheit eine Party, zu der alle hinwollen (sprich: harmloser als ein Erdbeben).
Was mir fehlt, ist der Wille, unseren Energieverbrauch zu reduzieren, bevor man vehement neue AKWs fordert. Denn die Schweiz ist klein und vor allem reich, was es ermöglicht, auch verhältnismässig teure Massnahmen zu ergreifen, um unseren Energiebedarf zu senken. Gleichzeitig kann man daran arbeiten, den CO2-Ausstoss zu senken (wenn man schon daran glaubt, dass er alleine für die Klimaveränderung verantwortlich ist, aber dazu ein anderes Mal mehr), sodass beispielsweise der Betrieb eines Gaskraftwerks ohne CO2-Sequestierung vertretbar wird.
Denn ein grosses Potential ist zweifellos vorhanden. Was mir spontan in den Sinn kommt:
- Einhaltung von Minergie-P für Neubauten
- Einhaltung von Minergie für alle Sanierungen, Minergie-P mit Steuerrabatten
- Verbot von Stromheizungen, statt dessen CO2-neutrale Holzfeuerungen mit Partikelfiltern
- Verbot von neuen Ãl-Feuerungen, Vorschrift von Biokraftstoffen für alte Installationen
- Nutzung von Holzgas statt Erdgas
- Forcierung von Kraft-Wärme-Kopplung, was z.B. bei Gaskraftwerken für einen Nutzungsgrad > 90 Prozent sorgt, während herkömmliche AKWs auf Nutzungsgrade zwischen 30 und 40 Prozent kommen.
- Forcierung von Geothermie
- Verbot von Stand-by-Betrieb bei Elektrogeräten mit einzelnen Ausnahmen z.B. für PVRs, wobei strenge Grenzwerte zu gelten haben
- Verbot von Glühbirnen
- Nutzung stromsparender Technologien wie LED für Strassenbeleuchtung (tut man gleich was gegen Lichtverschmutzung)
- Vorschrift zur Installation von Sonnenkollektoren auf öffentlichen Gebäuden und Neubauten, Steuerrabatte für alte Gebäude (Kleinvieh macht auch Mist)
Diese Liste liesse sich mit etwas Phantasie sicher noch weiter fortsetzen. Die Forscher der ETH Zürich haben mit der 2000-Watt-Gesellschaft ja bereits begonnen, daran herumzurechnen. Und jetzt soll noch jemand sagen, wir brauchen neue AKWs.